Wenn Mama mal krank ist - oder wo zum Teufel sind diese Heinzelmännchen wenn man sie mal braucht?



Ich mein, ganz ehrlich, damit bei uns das Chaos herrscht, muss ich eigentlich nicht erst krank werden.

Ich bin ne Chaosbraut wie sie im Buche steht, die zwar jeden Tag aufräumt und putzt, aber irgendwie scheint immer dann, wenn ich ein Zimmer fertig hab und am nächsten bin, irgend so ein kleiner Poltergeist oder böser Kobold das saubere Zimmer wieder in Schutt und Asche zu legen.

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Gottchen, dabei war ich früher so spontan und gesellig. Heute verkrieche ich mich in meinem Chaos, und bin dankbar das ich bis zum Abend, wenn Schatz dann nach Hause kommt, zumindest so viel Ordnung drin hab, dass man sich einen gemütlichen Abend machen kann - sofern Pupsi uns lässt...

Aber das Schlimme kommt erst noch, der Moment in dem die Hölle zu friert: Mama ist krank und kann sich kaum bewegen!

Himmel hilf!

Als Mama krank sein geht ja mal so gar nicht! Man hat doch Verpflichtungen!! Nicht nur dass das Baby bespaßt, gewickelt, gefüttert, getröstet und umschmust werden will, es sind Hausaufgaben zu machen für die Schule, die Wäsche staut sich in Mount Everest-Höhe, in der Küche stapelt sich das Geschirr ( nein, ich habe immer noch keinen Geschirrspüler -.-* ), und wenn der Mann abends abgekämpft vom stressigen Job kommt, hat er den Magen in den Kniekehlen hängen, und möchte gerne was zu Essen. Dann muss Frau Mama noch zur Post, zum Einkaufen, saugen, wischen, wichtige Termine absprechen und zur Not wegen Krankheit auch mal umverlegen. Und wartet, da war noch was...ach ja shit...da sind noch etliche Blogberichte offen - natürlich mit Abgabetermin versteht sich. Ganz nebenbei ist das Wetter dann noch so reizend, das es windig ist und regnet, und Frau Mama sich mit ihrer Erkältung eigentlich gar nicht vor die Türe trauen mag.

Alles in Allem hat man zu funktionieren wie eine Maschine. Zumindest so lange, bis der Körper sagt: Strike... und man liegt japsend, keuchend und hustend in der Ecke wie umgefallene Bowling-Pins.

Nun gut, noch bin ich nicht an dem Punkt, bei dem ich auf den Brustwarzen ins Bett krieche, aber ich bin nahe dran. Aber sich schonen? Geht nicht, denn es ist keiner da der mir die Arbeit abnehmen könnte.
Also Schmerztabletten rein damit die Gliederschmerzen weg sind, und ab die Luzi, und sei es noch spät am Abend wenn die Kids endlich im Bettchen sind.

Ich hab mich gerade durch meine Wohnung geschaut. Glaubt mir, es ist das Grauen! *schüttel*
Ich denke nach einem Bombenanschlag sieht es noch angenehmer aus.
In der Badewanne steht das mittlerweile kalte Badewasser von Lukas, die Badespielsachen schwimmen fröhlich vor sich hin, und die Dreckwäsche samt nassem Handtuch liegen davor.
In der Küche steht das Geschirr vom Essen, wenigstens hab ich die Wäsche schon zusammen gelegt und in die Schränke geräumt.
Die Post ist für morgen vorbereitet, die Legobausteine wollen noch ins Kinderzimmer verbracht werden, da es mir zu nervig war das jetzt noch Lukas machen zu lassen, der sollte besser ins Bett damit ich Ruhe hab.
Auf meinem Schreibtisch stapelt sich der Paperkram der sortiert werden sollte, und das Bettlaken muss frisch bezogen werden, da Phil mir vorhin 2 mal ne riesen Ladung Karottensabber drauf gespuckert hat, weil er zu sehr mit Papa getobt hat.
Vor der Wohnungstür stehen gelber Sack, Restmüll, Biomüll und Altpapier, und warten drauf das ich sie noch runter bringe.
In der Küche unter Phils Stuhl kann ich ne Keksburg bauen, vor Allem wenn ich die Krümel und Keksreste unter der Wippe im Wohnzimmer noch mit einsammle.
Die Kinderzimmer? Bitte reden wir nicht drüber.... *irgendwie spüre ich beim Gedanken daran ein Zucken in den Augenlidern*
Im Laufe des Tages hatte ich mir sogar echt überlegt, ob das passende Haustier für uns nicht doch ein kleines Ferkel wäre, das bräuchte nicht mal extra Futter. Das würde dick und rund allein von Keksen, und den Essensresten der Kids. Und wenigstens bräuchte ich dann nicht mehr die dreifache Menge an Staubsaugerbeuteln, als Normalerweise.

Manchmal frag ich mich wie das diese ganzen perfekten Übermuttis machen, bei denen du vom Boden essen kannst, die Kinder immer wie geleckt aussehen, und die trotz Haushalt, Blog, Arbeit und 5-6 Kindern immer noch die Zeit finden geschminkt und top gestylt rumzulaufen, und sich jeden Mittag mit 10 prall gefüllten Tupperdöschen mit gesunden Knabbersachen stundenlang auf den Spielplatz zu setzen, um sich über Chaosbräute wie mich das Maul zu zerreißen.

Kann mir eine von euch vielleicht den Trick verraten? Büddeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee <3


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