Vorstellung und Realität - das Leid mit den Vorurteilen!

Die Erwartungshaltung von anderen an Mütter und Hausfrauen sind immer ziemlich hoch, hab ich die Erfahrung gemacht.

Mensch, die hat doch ein Baby zu Hause, dann muss die ihre Bude ja tip top sauber halten wegen der Bakterien...
Guck mal, die hat 4 Kinder, die schwimmen doch im Geld bei soviel Kindergeld wie die kassieren...
Ach die hat doch schon große Kinder, die machen bestimmt viel im Haushalt, deshalb kann die so oft ihren Blog schreiben...
Die hat aber ein entspanntes Leben, die geht ja nicht arbeiten....

Habt ihr solche Vorurteile auch schon zu hören bekommen?

Ich ja, durch die Blume und hinten rum versteht sich. Und es hat lange gedauert diesen Mist an mir vorbei gehen zu lassen. Aber ich glaub das kennen viele Muttis die gleichzeitig Hausfrauen sind, und die 'Norm' der Kinderanzahl von 2 überschreiten.

Die Realität sieht im Gegensatz zu so mancher Vorstellung anders aus. Man hat einen straff geplanten Tages- bzw. Wochenablauf, Termine müssen jongliert werden, damit sie sich nicht mit den Schulschluss-Zeiten überschneiden, und wehe eins der Kinder wird krank, dann ist die gute Planung meist dahin.

Man müsste selbst zum Arzt, Frisör oder anderen Terminen, verkneift sich aber vieles, da die Warte- und Behandlungszeiten meist so lang sind, das sie schwer zwischen zwei Flaschen-Mahlzeiten unterzubringen sind, vor allem wenn man kein Auto hat und entweder zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs ist.

Zu Fuß? Mit Bus und Bahn? Ja haben die denn bei dem vielen Kindergeld keine Kohle für einen Zweitwagen?
Nein, bei aller Liebe nicht. Bei den Lebenshaltungskosten heutzutage ist schon ein Auto Luxus. Wir haben nur ein Durchschnittsgehalt, sowie das Kindergeld und Elterngeld zur Verfügung, da ich ja derzeit mit dem Baby zu Hause bin.
Nach Abzug der Miete, Telefon, KfZ-Versicherung, Strom, Benzin für die tägliche Fahrt zur Arbeit und sonstigen Rechnungen, bleibt von dem einen Gehalt nicht mehr die Wucht übrig, so das man vom Kindergeld und Elterngeld den Rest bestreiten muss.

Wenn man nach Angeboten einkauft, auf Schnäppchen achtet und den Monat gut plant ist das auch völlig ausreichend um über die Runden zu kommen.
Dafür bleiben allerdings größere Anschaffungen entweder auf der Strecke, oder werden zum Mammut-Sparprojekt, wenn man nicht gerade auf Raten kaufen mag. Wir verzichten gänzlich auf Ratenzahlungen, da wir in der Vergangenheit beide schlechte Erfahrungen gemacht haben, und man zu schnell den Überblick verliert. Wir sparen lieber und kaufen dann, wenn wir das Geld zusammen haben.
Allerdings darf in der Zeit dann auch nichts kaputt gehen was man zum alltäglichen Leben braucht!

So sind wir auch zu den Produkttests gekommen. Denn bevor ich Geld raus schleudere für Produkte die man unbedingt haben will, aber die sich dann als Fehlkauf herausstellen, teste ich doch lieber erst, damit ich weiß ob ein Produkt zu mir und meiner Familie passt. Dafür bin ich dann auch gerne bereit einen ausführlichen Bericht zu schreiben und meine Erfahrungen weiter zu geben.

Ähnlich beläuft es sich mit den Gewinnspielen, an denen ich in so großer Zahl täglich teilnehme, und mir immer in den Hintern beiße, wenn ich es einen Tag mal zeitlich nicht schaffe. Für jeden Gewinn den wir bekommen, und sei er noch so klein, müssen wir bei unseren Kids einmal weniger Nein sagen. Allein das ist schon Motivation genug täglich daran teilzunehmen und sich selbst die Daumen zu drücken :)

Mit welchen Vorurteilen habt ihr denn so zu kämpfen?

Gruß Isa



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